Rumänien sagt Umsatzsteuerbetrug den Kampf an

ERP-Systeme jetzt überprüfen!

Ulrike Slotty-Harms Ulrike Slotty-Harms

Die rumänische Regierung will durch die Einführung eines „Split-Payment-Systems“ den Umsatzsteuerbetrug bekämpfen. Um dieses Ziel zu erreichen, soll künftig der Zahlungsverkehr zwischen Steuerpflichtigen besser kontrolliert werden. Ein aktueller Gesetzentwurf sieht daher vor, dass ab 2018 Leistungsempfänger den in Rechnung gestellten Umsatzsteuerbetrag zwingend auf ein spezielles Steuerkonto des Leistenden überweisen müssen. Betroffen sind alle Unternehmer, die entweder in Rumänien ansässig oder dort für umsatzsteuerliche Zwecke registriert sind. Wer gegen die Verpflichtung verstößt, muss nach dem Entwurf mit einer Strafe in Höhe von 50% des auf das Konto zu zahlenden Betrags rechnen.

Praxishinweis

Unternehmen, die in Rumänien geschäftlich tätig sind, sollten ihre ERP-Systeme schon jetzt insoweit vorbereiten, dass Rechnungen ab 2018 mit einem Vermerk zur gesplitteten Zahlungsverpflichtung zeitnah erstellt werden können. Zudem muss ein entsprechendes Umsatzsteuerzahlkonto bei der Finanzverwaltung beantragt werden.