Brexit: Austrittsverhandlungen laufen

Keine Entwarnung für deutsche Unternehmen

Dr. Marion Frotscher Dr. Marion Frotscher

Am 19. Juni 2017, also rund ein Jahr nach dem Referendum der Briten für den EU-Austritt, haben die Austrittsverhandlungen in Brüssel begonnen. Bislang hat Premierministerin Theresa May Spekulationen über eine Neuausrichtung der Brexit-Politik eine Absage erteilt. Sie will ihr Land nicht nur aus der EU, sondern auch aus dem Binnenmarkt und der Zollunion führen und stattdessen ein besonderes Freihandelsabkommen abschließen. Demnach wäre davon auszugehen, dass Großbritannien künftig steuerlich als Drittstaat (vergleichbar mit den USA oder der Schweiz) zu behandeln sein wird („harter Brexit“). Als solcher könnte sich Großbritannien – mit Ausnahme der Kapitalverkehrsfreiheit – nicht mehr auf die Grundfreiheiten der EU berufen und wäre auch nicht mehr an das Diskriminierungsverbot gebunden. Gleichwohl mehren sich nach der Unterhauswahl die Stimmen, die für einen Kurswechsel plädieren. Laut Umfragen möchte etwa die Hälfte der Gegner der May-Strategie einen „weicheren“ Brexit – was auch Zugeständnisse der britischen Regierung nötig machen würde, wie etwa den Verbleib im Binnenmarkt und der Zollunion.

Praxishinweis

Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, denkbare Austrittsszenarien zu analysieren. Sollte es tatsächlich zu einem ungeregelten Brexit kommen, drohen deutschen Unternehmen erhebliche steuerliche Mehrbelastungen. Konkrete Beispiele haben wir in unserem Beitrag zusammengestellt. Sprechen Sie uns an! Gerne analysieren wir Ihre Situation im Hinblick auf den Brexit und unterstützen Sie dabei, die richtigen Entscheidungen zu treffen.