Gelungenes Event

Erfolgreich investieren in Ostafrika

Prof. Dr. Thomas Senger Prof. Dr. Thomas Senger

Wie kann der Einstieg in die Region Ostafrika gelingen? Wie lassen sich Fehler vermeiden? Wie finde ich geeignete Business-Partner? Um diese und andere Fragen ging es auf einer Gemeinschaftsveranstaltung vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sowie Warth & Klein Grant Thornton am 21. Februar in unseren  Düsseldorfer Räumlichkeiten.

Rund 40 Gäste informierten sich über Chancen und Risiken des Afrika-Geschäfts sowie das Gemeinschaftsprojekt „Perspektiven schaffen: Wirtschaft für Entwicklung. Ostafrika“, das deutsche Unternehmen beim Einstieg auf dem afrikanischen Kontinent unterstützt. Hintergrund: Mit hohen Wachstumsraten bietet die EAC-Region mit den Staaten Burundi, Kenia, Ruanda, Süd-Sudan, Tansania und Uganda ausländischen Investoren derzeit ausgezeichnete Perspektiven. Weitere Pluspunkte sind eine junge Bevölkerung, eine deutlich wachsende Mittelschicht sowie eine große Innovationsbereitschaft. Trotz dieser günstigen Rahmenbedingungen engagieren sich bislang allerdings erst 181 deutsche Unternehmen auf dem dortigen Markt. Das Problem: Es fehlt an Hintergrundwissen, konkreten Erfahrungen und geeigneten Partnern. Gut zu wissen: Das Gemeinschaftsprojekt „Perspektiven schaffen: Wirtschaft für Entwicklung. Ostafrika“ von BDI, BMZ und GIZ macht deutsche Unternehmen fit für das Afrikageschäft, etwa durch Managementcoachings, Unterstützung beim Zugang zu Finanzierungsquellen und dem Aufbau von Kontaktnetzwerken. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen eine ausführliche Vorstellung dieser Initiative sowie Erfahrungen eines deutschen Baukonzerns, der bereits erfolgreich in der Region aktiv ist.

Improvisationskunst gefragt

In seinem spannenden Vortrag beleuchtete Jörg Wellmeyer, Geschäftsführer der STRABAG International GMBH, das Engagement seines Unternehmens in Ostafrika. Er gab den Gästen die Botschaft auf den Weg, Mitarbeiter selbst auszubilden, auf lokale Lösungen zu setzen und zu improvisieren. Und keine Angst vor Investoren aus Fernost zu haben, denn die kochten auch nur mit Wasser. Warum sich deutsche Unternehmen in dem genannten Projekt engagieren sollten, zeigten anschließend Dr. Axel Klaphake(Leiter der Abteilung Wirtschaft, Soziales, Digitalisierung bei der GIZ) und Anne Lauenroth (Beraterin für das Projekt im BDI) auf: Sie unterstützen deutsche Firmen dabei, passgenaue Partner zu finden, Kontakte zu knüpfen und gemeinsam mit ostafrikanischen Firmen neue Geschäftsideen zu verwirklichen. Dabei findet eine kontinuierliche Begleitung von Projetteams in Deutschland und vor Ort statt.“

Gründer von Transparency International diskutierte mit

Im Anschluss an die Vorträge entwickelte sich eine lebendige Diskussion mit einer breiten Themenpalette – von der Finanzierung über die Auftragsvergabe bis zu Fragestellungen aus den Bereichen Compliance und Governance. Ein echtes Highlight: Peter Eigen, Gründer der Nichtregierungsorganisation Transparency International, ließ es sich nicht nehmen, der Veranstaltung beizuwohnen und die Diskussion mit wertvollen Impulsen zu bereichern. Zum 25-jährigen Geburtstag von Transparency International durfte sich Herr Eigen außerdem über einen herzlichen Applaus der Teilnehmer freuen.

Fazit

Michael Verhasselt, Leiter Business Development bei Warth & Klein Grant Thornton und Moderator der Veranstaltung, zeigte sich begeistert von dem Event: „Wir haben tolle Vorträge erlebt und wertvolle Denkanstöße mitgenommen. Ich habe gelernt: Man kann in Afrika Erfolg haben, man benötigt Zeit, und man wird gut unterstützt. Jetzt liegt es an den Unternehmen, die Weichen für ein Engagement in der EAC-Region zu stellen.“

Das abschließende Mittagessen nutzten die Gäste ausgiebig zum Networking und um ihre Fragestellungen mit den Referenten zu vertiefen.