Steuern aktuell

Update: Keine Quellenbesteuerung von Online-Werbung

Kirstin Müller-Nedebock Kirstin Müller-Nedebock

Die bayerische Finanzverwaltung ist erwartungsgemäß von Ihrer Ansicht abgerückt, dass ausländische Erbringer von Online-Werbeleistungen wie zum Beispiel Google Ads ihre Erträge mit deutschen Kunden in Deutschland einer Quellensteuer von 15,83% (inklusive Solidaritätszuschlag) unterwerfen müssen. Über die Thematik haben wir bereits am 27. Februar 2019 berichtet. Eine entsprechende Pressemitteilung wurde am 14. März 2019 vom bayerischen Finanzministerium veröffentlicht. Eine Äußerung des Bundesfinanzministeriums liegt noch nicht vor, wird aber erwartet.

Es wird nun wohl nicht mehr angenommen, dass die Leistungen ausländischer Online-Werbeanbieter steuerlich als Überlassung von Rechten oder Know-how zu qualifizieren sind. Deutsche Auftraggeber von Online-Werbung sollten somit nicht verpflichtet sein, Quellensteuern auf Online-Werbeausgaben einzubehalten und abzuführen. Die entsprechenden Aufwendungen sollten entsprechend auch nicht in die gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen einzubeziehen sein.