Start-ups

Bessere Rahmenbedingungen für Gründer

Hanno Hepke Hanno Hepke

Eine Reihe von Start-ups wird kurz- und mittelfristig insbesondere von der neu entstandenen Nachfrage nach innovativen Technologien rund um Digitalisierung und Klima profitieren.

Während der vergangenen drei Monate haben wir bei bevorstehenden Transaktionen und Investitionen erlebt, wie viele der Risikokapitalgeber die Handbremse hinsichtlich der Wachstumsfinanzierung (Growth Finance) von Start-ups gezogen haben. Denn viele Portfoliounternehmen stellen eine kalkulierbare Wette auf die Zugkraft (Traction) der angebotenen Produkte und Dienstleistungen bis zur Erreichung der Profitabilität dar. Bis vor kurzem ließen sich das Ausmaß der COVID-19-Pandemie und die Reichweite der damit einhergegangenen Einschränkungen auf das spezifische Nachfrageverhalten der Kunden nicht eindeutig abschätzen, was zu einer starken Abkühlung an Neuinvestitionen geführt hat.

Typischerweise entwickeln Start-ups innovative und häufig digitale Produkte und Dienstleistungen. Dadurch bieten sie alternative Lösungen für bestehende Nachfragen an und tragen zur Steigerung der Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Deutschland bei. Bis die Profitabilitätszone mittels einer kritischen Marktdurchdringung durch eigene Produkte und Dienstleistungen erreicht werden kann, stellt die Verfügbarkeit der Finanzierung des operativen Geschäftsbetriebs eine überlebenswichtige Aufgabe für junge Unternehmen dar. Sofern der Risikokapitalfluss nicht in dem „gewohnten“ Maße gewährleistet werden kann, können staatliche Programme wie das aktuell verabschiedete Konjunkturpaket der Bundesregierung temporär eine wichtige Stütze für die deutschen Start-ups sein. Auch wenn der Detailierungsgrad des aktuellen Konjunkturpakets auf Ebene eines Eckpunkte-Papiers bleibt, erwarten wir durch die Breite und Tiefe des Investitionsprogramms durchaus positive Auswirkungen auf die Nachfrage nach Start-up Lösungen.

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Der Ausbau der Glasfaserinfrastruktur und ein flächendeckendes 5G-Netz bis 2025 sind Teil des Konjunkturpakets und eine wichtige technische Voraussetzung für das Voranschreiten der Digitalisierung in Deutschland. Das Konjunkturpaket hat aber nicht nur das Ziel, die Binnennachfrage zu steigern, sondern auch die Rolle Deutschlands als weltweiter Spitzentechnologieexporteur zu stärken. Wir sind zuversichtlich, dass die Start-ups einen wesentlichen Beitrag zu digitalen und klimafreundlichen Technologien leisten und unmittelbar von den oben genannten Investitionspaketen profitieren können.

Neben den aufgezeigten Paketinhalten umfasst das Konjunkturpaket ebenfalls weitere Mechanismen für die Unterstützung von Start-ups, wie zum Beispiel eine attraktivere Ausgestaltung der Mitarbeiterbeteiligung oder steuerliche Forschungszulagen. Da diese Themen in der Vergangenheit von der Start-up-Szene öfters angefragt wurden, ist deren spezielle Adressierung in dem Eckpunkte-Papier nach unserer Einschätzung durchaus positiv. Neben dem zu erwartenden Nachfrageschub könnten die genannten Mechanismen zu besseren Rahmenbedingungen für die deutschen Start-ups beitragen.

Praxishinweis

Warth & Klein Grant Thornton bietet jungen Technologieunternehmen maßgeschneiderte Dienstleistungen in den Bereichen Audit & Assurance, Tax und Advisory an. Unser eingespieltes Advisory-Team begleitet Start-ups und deren Gründer in den verschiedenen Phasen des unternehmerischen Lebenszyklus, beispielsweise bei der Einwerbung von Wachstumskapital, bei strategischen Akquisitionen und im Rahmen von Unternehmensveräußerungen.

Ansprechpartner

Hanno Hepke
Partner
T +49 40 432186235
E hanno.hepke@wkgt.com

Alex Refec
Senior Manager
T +49 40 432186216
E alex.refec@wkgt.com

Konstantin Brehm
Consultant
T +49 40 432186268
E konstantin.brehm@wkgt.com

 

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