Energieintensive Unternehmen

Jetzt das EEG-Privileg sichern!

Stefan Sinne Stefan Sinne

Mit einem Finanzbedarf von weiteren ca. 20 Milliarden Euro wird die klima- und energietechnologische Erneuerung Deutschlands gefördert. Der gesunkene Energiebedarf während des Corona-Lockdown verbunden mit viel Sonne und Wind im Frühling führten temporär zu negativen Strompreisen. Aufgrund des Fördermechanismus bei der Produktion erneuerbarer Energien wird dieser Kostenvorteil auf der Verbraucherseite durch eine deutlich höhere Zahlung aus dem EEG Umlagetopf abgeschöpft. Die Begrenzung der EEG-Umlage auf 6,5 ct/kWh in 2021 bzw. 6,0 ct/kWh in 2022 reduziert die ab 2021 unweigerlich folgende Gegenfinanzierung durch alle Stromverbraucher und entlastet die Stromrechnung. Allerdings wird sich auch der Vorteil aus der Begrenzung der EEG-Umlage für energieintensive Unternehmen vermindern. Verstärkt wird dieser Effekt durch einen voraussichtlich geringeren Stromverbrauch in 2020, der einen negativen Einfluss auf die sogenannte Stromkostenintensität hat.

Praxishinweis

Wir empfehlen daher, bereits jetzt die entscheidenden Einflussfaktoren der Stromkostenintensität, nämlich die aktuellen Stromkosten und die Bruttowertschöpfung, zu prüfen und gegebenenfalls noch im Herbst Maßnahmen zur Sicherung des EEG-Privilegs in Angriff zu nehmen. Bei der Strukturierung und Umsetzung des Monitoring-Prozesses unterstützen wir Sie gerne.

Einstieg in klimaneutrale Veränderung der Produktionsprozesse

Ein weiterer Punkt des Förderprogramms ist der Einstieg in eine klimaneutrale Veränderung der Produktionsprozesse. Mit einer „Nationalen Wasserstoffstrategie“, verbunden mit außenwirtschaftlichen Partnerschaften, will die Bundesregierung den Einstieg in die Abkehr von fossilen Produktionsprozessen (zum Beispiel in der Stahlindustrie, aber auch in allen anderen Produktionsprozessen, bei denen viel Energie eingesetzt wird) unterstützen. Investitionszuschüsse und eine Freistellung (!) von der EEG-Umlage sollen entsprechende Entwicklungen anstoßen. Aber auch die Förderung des Aufbaus von Transport- und Speicherkapazitäten von "grünem" Wasserstoff stehen auf der politischen Tagesordnung. Auch hier können Experten unseres Hauses Unterstützung bei der finanziellen Begleitung der Analyse und Initiierung entsprechender Prozesse leisten.

 

 

 

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