Hier ein Überblick über die wichtigsten Ergebnisse des Regionaldialogs II:

  • Die Teilnehmenden am Regionaldialog haben gute Erfahrungen mit Innovationsnetzwerken und Clusterinitiativen gemacht. Diese helfen bei der erfolgreichen Gestaltung der Transformation der Automobilwirtschaft und sollten deshalb weiter ausgebaut werden.
  • Vor dem Hintergrund der Komplexität und Parallelität von Innovationsprozessen sollte der branchenübergreifende Charakter von Innovationsnetzwerken und Clusterinitiativen gestärkt werden. Zudem sollte die regionale und überregionale Zusammenarbeit von Innovationsnetzwerken und Clusterinitiativen über Branchengrenzen hinweg forciert werden („Cross-Cluster-Ansatz“).
  • Bei der überregionalen Vernetzung, Skalierung und Systematisierung von Best Practices aus den Innovationsnetzwerken und insbesondere dem Auf- und Ausbau digitaler Lösungen kann der Bund nach Auffassung der Teilnehmenden am Regionaldialog einen wichtigen ergänzenden Beitrag leisten.
  • Staatliche Fördermaßnahmen zur Unterstützung von Innovationsnetzwerken und Clusterinitiativen sollten grundsätzlich für alle Akteure der Wertschöpfungskette sowie alle Unternehmensgrößen offen sein. Eine alleinige Konzentration auf KMU wird als nicht zielführend angesehen.
  • Um schneller von der Idee zur Wertschöpfung zu kommen, wird die Prüfung und Umsetzung neuer und innovativer förderpolitischer Instrumente für sinnvoll erachtet. Auf EU-Ebene sollten vor dem Hintergrund der Unternehmensstrukturen in der Automobilindustrie, der gegenwärtigen Krisensituation und des laufenden Transformationsprozesses weitere - zumindest vorübergehende - Lockerungen des Beihilferechts geprüft werden.
  • Um die Transformation erfolgreich zu gestalten, sollte stärker vom Endprodukt bzw. den Wertschöpfungschancen ausgehend gedacht werden. Rechtliche und infrastrukturelle Rahmenbedingungen sollen so angepasst und gestaltet werden, dass Technologieoffenheit gewährleistet ist, Innovationen skaliert werden können und in der Breite umsetzbar sind. So hängt etwa  der Erfolg der batteriegetriebenen Elektromobilität nicht nur von attraktiven und innovativen Batteriekonzepten ab, sondern eben auch von der ausreichenden und sich an den Bedürfnissen der Verbraucherinnen und Verbraucher orientierten Verfügbarkeit und von der leichten Bedienbarkeit von Ladeinfrastrukturen.

 

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