Ein Unternehmen geht über den Tisch

Erfolgsfaktoren für Private Equity im Mittelstand

Dr. Kai Bartels Dr. Kai Bartels

Deutschlands Mittelstand entdeckt Private Equity zunehmend als interessante Finanzierungsalternative. Doch wie sehen die entscheidenden Faktoren für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Finanzinvestoren und mittelständischen Unternehmen aus? Um diese und andere Fragen ging es auf der Veranstaltung "Private Equity im deutschen Mittelstand – ein Erfolgsmodell" am 14. Juli 2016 in Hamburg.

Die klare Antwort lautete: Am erfolgreichen Ende eines M&A-Prozesses ist nur noch die eine Seite des Verhandlungstisches besetzt. Dann nämlich, wenn die Parteien zueinander gefunden haben und gemeinsam die Zukunft des Zielunternehmens in Angriff nehmen. Ein solches Bild der Eintracht konnte zahlreichen Teilnehmern der Veranstaltung in den Räumlichkeiten unserer Hamburger Niederlassung vermittelt werden.

Niederlassungsleiter Dr. Kai Bartels hatte ein gutes halbes Jahr nach dem Verkauf der Schüschke GmbH & Co. KG an die Silver Investment Partners GmbH & Co. KG (SIP) die einstigen Verhandlungsparteien zu einem Expertengespräch geladen. Uwe Schüschke, Unternehmensgründer und Geschäftsführer, ließ gemeinsam mit Philipp Amereller (SIP) die Transaktion Revue passieren. Nach dem Ende des Deals im Dezember 2015 berichtete der heutige Minderheitseigentümer Schüschke vom ersten Halbjahr unter der Ägide eines Finanzinvestors. In dieser kurzen Zeitspanne ist es Schüschke und SIP gelungen, eine konstruktive Partnerschaft zu formen, die den Spezialisten für Flugzeugwaschtische in die Ära nach dem Unternehmensgründer tragen soll. So wurde gemeinsam bereits ein operativer Nachfolger für die Geschäftsführung gefunden.

Dr. Stephan Bauer von der Kanzlei Esche Schümann Commichau und Björn vom Hofe von Warth & Klein Grant Thornton beleuchteten dann aus Sicht des Juristen und des M&A-Beraters die Eigenheiten der Transaktion. Diese lagen im Besonderen im Spannungsfeld zwischen den Investmentprofis und dem Mittelständler, der eben "nur" einmal im Leben ein Unternehmen verkauft.

Gemeinsames Resümee der Runde: Der Seitenwechsel hat sich gelohnt. Warth & Klein Grant Thornton ist es gelungen, nach einem umfangreichen Prozess mit vielen internationalen Aspekten die richtigen Partner zusammengeführt zu haben.