Die Marktrisikoprämie

Aktuelles zum Niedrigzinsumfeld

Dr. Christian Deyerler Dr. Christian Deyerler

Der Fachausschuss für Unternehmensbewertung und Betriebswirtschaft des IDW („FAUB“) veröffentlicht Empfehlungen zur Höhe der erwarteten Marktrisikoprämie. Die letzte Empfehlung datiert vom 19. September 2012. Zu diesem Zeitpunkt hat der FAUB darauf hingewiesen, dass er es für sachgerecht erachtet, sich ab diesem Zeitpunkt bei der Bemessung der Marktrisikoprämie an einer Bandbreite von 5,5 % bis 7,0 % vor persönlichen Steuern bzw. 5,0 % bis 6,0 % nach persönlichen Steuern zu orientieren. Diese Empfehlung gilt bis heute unverändert.

Im Zusammenhang mit dieser Empfehlung des FAUB ist der Beitrag „Die Marktrisikoprämie im Niedrigzinsumfeld“ (WPg 13.2018, S. 806) erschienen, den unser Senior Partner Herr Prof. Dr. Martin Jonas mitverfasst hat. In dem Beitrag wird Hintergrund der Empfehlung des FAUB erläutert. Dabei wird insbesondere deutlich gemacht, dass der FAUB bei der Messung der Marktrisikoprämie einen pluralistischen Ansatz verfolgt, um eine möglichst breite Perspektive einzunehmen. Die vom FAUB verfolgten Ansätze sind ex-post-Analysen historischer Realrenditen, ex-ante-Analysen impliziter Kapitalkosten und das CAPM ohne risikofreie Kreditaufnahme. Letztgenannten Ansatz hat Herr Prof. Dr. Jonas bereits im Jahr 2014 in einem Beitrag zu der Festschrift für Prof. Dr. Dr. h.c. Ballwieser (Rechnungslegung, Prüfung und Unternehmensbewertung, ISBN 978-3-7992-6720-5) dargelegt. 

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