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IFRS 15: Erlöserfassung in der Immobilien- und Bauwirtschaft

Dr. Jens Brune Dr. Jens Brune

Im Mai 2014 wurde der International Financial Reporting Standard (IFRS) 15 "Revenue from Contracts with Customers" zur Umsatzrealisierung veröffentlicht. Durch die Einführung des IFRS 15 werden gleich mehrere Standards und Interpretationen durch ein einheitliches Rahmenwerk abgelöst. Die Erlöserfassung wird nunmehr an der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen ausgerichtet, wobei ein Vertragsverhältnis durchaus mehrere Leistungsverpflichtungen umfassen kann. Der Umfang der zu realisierenden Erlöse richtet sich nach der Erfüllung der zugrunde liegenden Leistungsverpflichtung. Dafür gibt der IASB ein fünfstufiges Ermittlungsschema vor, das die Erlöserfassung systematisieren soll. Die neuen Regeln führen in vielen Fällen zu einer Abweichung von der bisherigen Rechnungslegungspraxis. Dies gilt insbesondere für komplexe Vertragsbeziehungen, bei denen mehrere Leistungsverpflichtungen identifiziert werden können, aber auch bei bedingten Kaufpreiszahlungen, Rückgaberechten oder wesentlichen Finanzierungskomponenten. Die Implementierung des IFRS 15 stellt auch die Immobilien- und Bauwirtschaft vor große Herausforderungen.

Der Standard tritt 2018 in Kraft. Sofern noch nicht geschehen, sollte eine Analyse der möglichen Auswirkungen durch den neuen Standard kurzfristig in Angriff genommen werden, um die verbleibende Zeit für eventuell notwendige Anpassungsmaßnahmen nutzen zu können. Diese können nicht nur das Rechnungswesen betreffen, sondern auch die Bereiche Organisation, Reporting und/oder IT.

Unsere neue englischsprachige Publikation ist ein Wegweiser durch den IFRS 15 aus Sicht der Immobilien- und Bauwirtschaft. Auf 36 Seiten finden Praktiker Antworten auf alle wichtigen Fragen rund um die Erlöserfassung in der IFRS-Rechnungslegung.

 

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