International Business Report (IBR)

Deutsche Wirtschaft erwartet deutlich steigende Gewinne

Michael Häger Michael Häger

Deutsche Wirtschaft erwartet deutlich steigende Gewinne – Brexit und Wahl belasten Großbritannien und USA – Weltweite Manager-Umfrage

Die deutsche Wirtschaft geht sehr optimistisch in den Herbst. Gut 55 Prozent der Manager schätzen die Geschäftsaussichten der kommenden zwölf Monate zuversichtlich ein. 12 Prozent sind sogar sehr optimistisch. Dagegen beurteilen nur gut 17 Prozent die Aussichten eher negativ. Mit einem Nettowert von 50 Prozentpunkten beim Optimismus liegt die deutsche Wirtschaft damit im weltweiten Vergleich deutlich vor den USA (43) und China (30) sowie dem globalen Durchschnitt (33). Steigende Verkaufspreise werden in den kommenden Monaten zu höheren Umsätzen und vor allem zunehmenden Gewinnen führen, erwarten die Manager in Deutschland.

Das zeigt der aktuelle „Internationale Business-Report“, für den die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth & Klein Grant Thornton soeben 2.600 Top-Manager in 37 Ländern befragt hat. „Die Aktienmärkte rechnen bereits fest damit, dass die Unternehmensgewinne steigen werden. Diese Erwartung wird nun auch von den Unternehmen selbst geteilt“, bestätigt Joachim Riese, Vorstand von Warth & Klein Grant Thornton.

Deutsche Wirtschaft überholt die USA beim Konjunktur-Optimismus Gewinne, Umsätze und Verkaufspreise sollen steigen
Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate insgesamt sowie in Einzelbereichen (Indexwerte)
Quelle: Warth & Klein Grant Thornton

Höhere Umsätze und mehr Gewinn erwartet

Düsseldorf, 31. Oktober 2016 ** Sperrfrist: 31. Oktober 2016 **
Deutsche Wirtschaft: Höhere Gewinne, mehr Investitionen in Gebäude und Anlagen
Quelle: Warth & Klein Grant Thornton

Geschäftserwartungen und geplante Investitionen (*) der deutschen Wirtschaft für die kommenden zwölf Monate in Einzelbereichen.
Indexwerte in Prozentpunkten = Prozent der Befragten mit positiven Aussichten minus Prozent der Befragten mit negativen Aussichten. Je höher der Indexwert, desto größer ist die Zuversicht zur positiven Entwicklung einzelner Bereiche bzw. die Absicht, hier zu investieren.

Im aktuellen Quartal rechnen deutlich mehr Unternehmen in Deutschland mit steigenden Gewinnen als in den Quartalen zuvor. Fast jeder zweite befragte Manager (49 Prozent) erwartet hier einen Anstieg, nur 15 Prozent einen Rückgang. Das ergibt einen Nettowert von 34 Prozentpunkten, der sehr viel höher liegt als die vergleichbare Zahl zu Beginn des Sommers.

Noch deutlicher ist der Sprung bei den Erwartungen zu den Verkaufspreisen. Hier gab es in diesem Jahr bislang stets beinahe genauso viele Optimisten wie Pessimisten. Das hat sich jetzt geändert: 44 Prozent der Manager sind der Ansicht, dass sie in den kommenden zwölf Monaten höhere Verkaufspreise erzielen werden. Nur 9 Prozent erwarten sinkende Verkaufspreise.

Sehr eindeutig sind die Erwartungen bei der Umsatzentwicklung. 64 Prozent der Unternehmen gehen von steigenden Umsätzen aus, nur 9 Prozent rechnen mit sinkenden Umsätzen.

Im dritten Quartal äusserten deutlich mehr Manager als zuvor die Absicht, in Gebäude, Anlagen und Maschinen zu investieren. Dagegen hat sich ihre Bereitschaft verringert, in den kommenden zwölf Monaten die Beschäftigung noch weiter auszubauen.

Weltweite Rangliste: Deutsche Wirtschaft liegt beim Optimismus unter den großen Industrieländern vorn

Düsseldorf, 31. Oktober 2016 ** Sperrfrist: 31. Oktober 2016 **

Deutsche Wirtschaft beim Optimismus weltweit vorn
Quelle: Warth & Klein Grant Thornton

Konjunkturoptimismus für die kommenden zwölf Monate im weltweiten Vergleich.
Indexwerte in Prozent = Prozentsatz der Befragten, die eine bessere Konjunkturentwicklung erwarten minus Prozentsatz der Befragten, die mit einer weniger guten Konjunktur rechnen. Ein hoher Indexwerte zeigt, dass es mehr Optimisten als Pessimisten gibt.

Im weltweiten Vergleich zeigt sich die deutsche Wirtschaft im aktuellen Quartal deutlich zuversichtlicher als andere große Industrieländer. Nach Indien und Irland folgt Deutschland. Die Manager in den USA sind vom ungewissem Wahlausgang belastet, sind aber bei ihren Erwartungen noch positiver gestimmt als der weltweite Durchschnitt. Brasilien gewann nach der Absetzung der politischen Führung deutlich an wirtschaftlichem Optimismus.

Großbritannien und Irland leiden unter der Brexit-Entscheidung. In beiden Ländern rechnen nun deutlich mehr Manager damit, dass sich die wirtschaftliche Lage nicht verbessern wird. Die Zuversicht der britischen Wirtschaft hat sich auf das Niveau von Spanien reduziert.

Weltweite Schlusslichter bleiben Japan, Griechenland und Frankreich. Auch in der Türkei ist die Zahl der Unternehmer, die mit geschäftlichen Einbußen rechnen, jetzt fast ebenso hoch wie die Zahl der Optimisten.

Über Warth & Klein Grant Thornton:
Warth & Klein Grant Thornton gehört mit rund 86 Millionen Euro Jahresumsatz zu den Top 10 der deutschen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Über 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen an zehn Standorten in Deutschland neben börsennotierten Unternehmen den großen Mittelstand. Schwerpunkte der Arbeit der Gesellschaft sind Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung sowie Corporate Finance & Advisory Services.

Über den International Business Report:
Der „IBR-International Business Report“ von Warth & Klein Grant Thornton befragt mittelständische Unternehmen aus allen Branchen und Industriezweigen. Die Daten für die aktuelle Veröffentlichung basieren auf Interviews mit 2.600 Geschäftsleuten in 37 Volkswirtschaften weltweit von Juli bis September. Befragte Personen sind in erster Linie CEOs sowie geschäftsführende und leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ihre Ansprechpartnerin für Rückfragen:
Ursula Triller

T 040 / 244 24 28 42
E u.triller@triller.com

Triller Communication Consultants

für Warth & Klein Grant Thornton