Gesetzentwurf

Regierung will Forschung und Entwicklung steuerlich fördern

Kirstin Müller-Nedebock Kirstin Müller-Nedebock

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat Mitte April einen Referentenentwurf zur Einführung einer steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung (F&E) veröffentlicht und setzt damit die Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag um, Investitionen in Forschung und Entwicklung steuerlich zu fördern. Insgesamt soll das Fördervolumen 5 Milliarden Euro für die Jahre 2021 bis 2024 betragen. Die Förderung soll ab 2020 gewährt werden und in Form einer Forschungszulage umgesetzt werden. Anspruchsberechtigt sind alle beschränkt und unbeschränkt Steuerpflichtigen sowie Personengesellschaften (unabhängig von ihrer Größe) mit begünstigter F&E-Tätigkeit.

Gefördert werden sollen Grundlagenforschung, industrielle Forschung und experimentelle Entwicklung, die nach dem 31. Dezember 2019 begonnen werden. Bemessungsgrundlage sollen die Arbeitslöhne der Arbeitnehmer im F&E-Bereich sein, soweit ihre Tätigkeit auf das geförderte Projekt entfällt. 25% davon sollen als Forschungszulage gewährt werden, höchstens jedoch 500.000 Euro pro Unternehmen und Jahr. Die Zulage darf auch gewährt werden, wenn das Projekt schon mit anderen Mitteln gefördert wird. Allerdings dürfen förderfähige Aufwendungen nur einmal gefördert werden. Der Antrag auf Forschungszulage ist elektronisch beim Finanzamt zu stellen, das für die Besteuerung des Unternehmens zuständig ist.

Praxishinweis

Wir werden Sie zu der Thematik weiter auf dem Laufenden halten und unterstützen Sie gerne bei der Prüfung, ob Ihre F&E-Tätigkeiten förderfähig sind sowie bei der Antragstellung.