CbCR

Abgabetermin rückt näher

Dr. Arwed Crüger Dr. Arwed Crüger

Für das Wirtschaftsjahr 2016 war von größeren deutschen Unternehmen erstmals der Country-by-Country-Report (CbCR) einzureichen. Die erste Frist hierfür ist am 31. Dezember 2017 verstrichen. Betroffen sind deutsche Konzerne mit über 750 Millionen Euro Gruppenumsatz, deren Konzernabschluss mindestens eine ausländische Tochtergesellschaft oder Betriebsstätte enthält. In diesem Zusammenhang ist es unerheblich, ob überhaupt mit dieser Auslandsgesellschaft konzerninterne Transaktionen durchgeführt wurden. Damit kann der Fall eintreten, dass zwar keine Pflicht zur Erstellung einer Verrechnungspreis-Dokumentation besteht, aber trotzdem ein CbCR einzureichen ist.

Der CbCR ist im amtlich vorgeschriebenen XML-Format per De-Mail elektronisch an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) zu übersenden. Zwar wurde von einigen technischen Problemen bei der Übermittlung berichtet, diese sollten aber bisweilen behoben sein.

Nach Informationen von BZSt und BMF sind derzeit etwa 350 CbCR eingegangen. Erwartet wurden jedoch mindestens doppelt so viele Einreichungen. Andere Schätzungen lassen vermuten, dass sogar über 1.000 Unternehmen eine Verpflichtung zur Einreichung des CbCR haben. Die Finanzverwaltung fordert nun betroffene Unternehmen schriftlich auf, das CbCR bis 30. September 2018 nachzureichen.

Praxishinweis

Bei Nichtvorlage drohen Geldbußen von bis zu 10.000 Euro. Unternehmen sollten daher dringend prüfen, ob die Verpflichtung zur Abgabe des CbCR besteht und dieser zügig nachkommen. Der Abgabetermin für das Wirtschaftsjahr 2017 rückt ebenfalls immer näher.