Tax Compliance

Klimawandel im Ausland?!

Lars Korte Lars Korte

Das Thema Tax Compliance ist in aller Munde. Aktuell ist in Deutschland eine deutliche Zunahme von Umfang und Aggressivität bei Betriebsprüfungen und Steuerfahndungen zu beobachten.

Wie wir bereits berichtet haben, hat die Finanzverwaltung im BMF-Schreiben vom 23. Mai 2016 deutschen Steuerpflichtigen eine goldene Brücke gebaut: Hat der Steuerpflichtige ein innerbetriebliches Tax Compliance System eingerichtet, das der Erfüllung der steuerlichen Pflichten dient, kann dies ein Indiz gegen das Vorliegen von Vorsatz oder Leichtfertigkeit darstellen. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Gleichzeitig stellen wir immer häufiger fest, dass sich die Compliance-Anforderungen auch im internationalen Umfeld erhöhen. Diese werden, wie etwa in Polen, zunehmend unabhängig von der Größe der ausländischen Gesellschaft initiiert und sind gepaart mit einer deutlichen Verschärfung der lokalen Risiken und Strafen. Hinzu kommt: Auch die „Steuerpolitik“ von Unternehmen rückt zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit, nicht zuletzt im Zuge der Berichterstattung über Apple und Google. So kann eine „aggressive“ Steuerplanung heute auch einen direkten Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung und Reputation eines Unternehmens haben. Unternehmen sollten das oben genannte BMF-Schreiben unbedingt zum Anlass nehmen, ihre steuerlichen Compliance Strukturen jetzt auf den Prüfstand zu stellen.

Zunehmende Risiken auf internationalem Parkett

International agierende deutsche Unternehmen, auch im Mittelstand, sehen sich auch im Ausland neuen und erhöhten Gefahren ausgesetzt. Befeuert durch den Trend zur Zentralisierung von Steuer- und Finanzfunktionen wird es für sie immer schwieriger, das erforderliche Wissen über lokale Tax Compliance Anforderungen vorzuhalten. Gleichzeitig wird das Missverhältnis immer deutlicher, das zwischen der Größe einer ausländischen Gesellschaft oder Beteiligung und dem durch sie verursachten Aufwand für die Sicherstellung der lokalen Compliance besteht. Denn auch für eine lokale Vertriebsgesellschaft mit weniger als zehn Mitarbeitern muss die umfassende Tax Compliance auf nationalem Niveau sichergestellt werden.

Insgesamt beobachten wir international die verstärkte Umsetzung von strafrechtlichen Konsequenzen für die Nichteinhaltung der lokalen Tax Compliance. Neben Straf- und Zinszahlungen entstehen hier immer häufiger persönliche Risiken für lokale Geschäftsführer, aber auch für Vertreter der Konzernmutter. Bei Missachtung der steuerlichen Compliance-Anforderungen drohen den betroffenen Unternehmen empfindliche Nachzahlungen. Leitungsorgane müssen bei strafrechtlich relevanten Verstößen mit Freiheitsstrafen rechnen.

Fest steht: Unternehmen müssen auf diese Entwicklung reagieren und Prävention betreiben. Wir beobachten bei unseren Mandanten einen verstärkten Druck auf die (internationale) Steuerabteilung, die massive Kapazitäten aufbauen muss, um die nationalen und internationalen Tax Compliance Anforderungen zu managen.

Kurz zusammengefasst stehen international aufgestellte Unternehmen in drei Bereichen vor erheblichen Herausforderungen:

  • Planung & Kontrolle: Hier geht es beispielsweise um die Nutzung von Verlustvorträgen und die Einhaltung von Fristen.
  • Flexibilität: Hier liegt der Fokus darauf, auf internationale und lokale Änderungen (BEPS bzw. GST in Indien) sowie auf Risikofaktoren (Ausschüttungen bei Quellensteuern) zu reagieren.
  • Kapazität: Hier stellt sich die Frage nach dem Aufwand für Tax Compliance im Verhältnis zur lokalen Größe und dem Unternehmensbeitrag einer Beteiligung; Nachhalten von lokalem Wissen und Kontakten.

Wir bieten Ihnen Sicherheit

Vor diesem Hintergrund haben wir einen Service entwickelt, der Sie dabei unterstützt, die wachsenden internationalen Anforderungen im Hinblick auf Compliance und Reporting zu meistern, ohne dabei die Hauptaufgabe der nationalen Compliance zu vernachlässigen.

Als Teil unseres Services „Global Compliance Partnering“ erbringen wir alle steuerlichen Compliance-Tätigkeiten (wie zum Beispiel Erstellung von Erklärungen für direkte / indirekte Steuern und gesetzlich vorgeschriebene Jahresabschlüsse) für Ihre Konzerngesellschaften. Wir nutzen dabei unsere vielseitigen Erfahrungen in den verschiedenen Steuerrechtsregimen sowie im Bereich der Rechnungslegung, und gewährleisten so reibungslose und kostengünstige Arbeitsabläufe.

Lokale Spezialisten in den einzelnen Grant Thornton Mitgliedsfirmen bilden das Rückgrat unseres Dienstleistungsangebots und helfen Ihnen dabei, die heutigen Compliance-Anforderungen einzuhalten, unterstützen Sie beiBetriebsprüfungen und informieren Sie über die aktuellen und zukünftigen regulatorischen Anforderungen. Dadurch stellen wir sicher, dass jedes Thema von einem Experten vor Ort betreut wird. Gleichzeitig gewährleisten wir so die Nähe zu den lokalen Behörden und sind in der Lage, flexibel auf Veränderungen in der lokalen Gesetzgebung zu reagieren.

Um auch die Kontrolle und Transparenz für die deutsche Steuerabteilung sicherzustellen sowie ein standardisiertes Qualitätsniveau für alle internationalen Gesellschaften zu ermöglichen, koordiniert Warth & Klein Grant Thornton den gesamten Service für Sie. Die Nutzung unserer web-basierten IT-Lösung „GT Collaborate“ bedeutet für Sie: Ihre zentrale internationale Steuerabteilung hat einen Ansprechpartner für alle Belange der internationalen Tax Compliance.

Ihr Vorteil: Die Notwendigkeit, mehrere lokale Steuerberater zu steuern und zu kontrollieren entfällt, was zu einer deutlichen Entlastung Ihrer deutschen Steuerabteilung führt. Zudem binden wir unsere Services flexibel in Ihre Strukturen ein und unterstützen Sie bei Bedarf auch bei der Harmonisierung und Neustrukturierung Ihrer Prozesse.

Praxishinweis

Auf Wunsch stellen wir Ihnen gerne unseren Service Global Compliance Partnering persönlich vor und zeigen auf, wie Lösungen für Ihre spezifischen Bedürfnisse aussehen können.