„Gutenberg goes 3D“

Die industrielle Revolution des 21. Jahrhunderts

Hanno Hepke Hanno Hepke

Der Beitrag stammt von unserem Gastautor Dr. Stephan Beyer, CEO der BigRep GmbH

Wir erleben gerade den Beginn einer neuen industriellen Revolution: Der 3D-Druck ist dabei, die gesamte Wertschöpfungskette moderner Industriegesellschaften nachhaltig zu verändern – von der maschinellen Produktion über die Herstellung von Ersatzteilen „just-in-time“ bis hin zu Logistik und Dienstleistungen. Die Technik ist längst über das reine Prototyping hinaus, und die Industrie hat verstanden, dass Additive Manufacturing (AM) eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts sein wird. Das heißt: Wer heute in 3D-Drucktechnik investiert, wird morgen einen klaren Wettbewerbsvorteil haben. Das gilt vor allem für die Raum- und Luftfahrtindustrie, die Auto- und Zulieferindustrie, aber auch für die innovative Medizintechnik.

Deutschland – das Geburtsland des Buchdrucks – spielt hier international eine entscheidende Rolle. Unser oft als langsam und zu traditionell kritisierter Wirtschaftsstandort erweist sich bei dieser Zukunftstechnologie als echter Vorteil: Das „Made in Germany“ von BigRep, so unsere Erfahrung, steht bei Industriekunden in aller Welt hoch im Kurs. Als führender Anbieter für die größten serienmäßigen 3D Großdrucker – unser BigRep ONE Drucker eröffnet mit seinem Druckvolumen von 1m³ völlig neue Möglichkeiten der industriellen Anwendung – können wir die Anforderungen der Wirtschaft an technische Qualität, Zuverlässigkeit und Präzision, zum Beispiel in der Wiederholbarkeit von Druckvorgängen, erfüllen.

Die Industrie sucht flexible, kosten- und zeiteffiziente 3D-Drucklösungen, die zuverlässig steuerbar und in bestehende Anlagen leicht integrierbar sein sollten. Oft übersehen wird übrigens das eigentliche Druckmaterial, das bei BigRep analog zu einem „open source“ Ansatz für den Anwender frei wählbar ist; das könnte sich in einigen Jahren als Prinzip durchsetzen.

Ebenso wichtig sind der Industrie der enge Austausch, schnelle Reaktionszeiten, eine an individuellen Anforderungen ausgerichtete Innovationsfähigkeit und ein hohes Maß an Interdisziplinarität – letzteres ist auch ein Indikator für das Potenzial des 3D-Drucks. All das liefert BigRep mit seinen internationalen Teams aus Ingenieuren, Softwareentwicklern, Industriedesignern, Elektroingenieuren, und Materialexperten. Wie wichtig Innovation ist, zeigt auch unsere Aufnahme in das renommierte DMRC (Direct Manufacturing Research Center)-Netzwerk der Universität Paderborn, in der Branchenriesen wie Boeing, Siemens, BASF und Evonik die Entwicklung der additiven Fertigung vorantreiben.

Der 3D-Druck ist also heute in vielen Unternehmen in den F&E- sowie Konstruktionsabteilungen moderner Standard. Ein weiterer, bereits gut funktionierender Anwendungsbereich ist das „Reserve Engineering”, also die kosteneffiziente Nachproduktion von Ersatzteilen. So druckt BigRep beispielsweise Nackenstützen zum Austausch in älteren Fahrzeugen. Auch für Fluggesellschaften und Bahnbetreiber ist dies ein wichtiges Segment, manche Unternehmen können so schätzungsweise 10-15 % aller Ersatzteile schnell und kostengünstig produzieren. Eine international führende Airline ist daher eine Partnerschaft zur Produktion von Kabinenelementen mit BigRep eingegangen.

What’s next?

Eine von Design und Funktion gesteuerte Produktion ist der Traum eines jeden Ingenieurs – solche Produkte werden unser Leben verändern. So stellte BigRep kürzlich den weltweit ersten 3D-gedruckten „Airless“ Fahrradreifen mit Wabenstruktur vor – ein Reifen mit gutem Dämpfungsverhalten, Hitze- und Stoßfestigkeit, platzende oder platte Reifen gehören damit der Vergangenheit an. Dieses Beispiel zeigt: Wer diese Technologie beherrscht und nutzt, eröffnet für die Produktentwicklung völlig neue Welten: Der 3D-Druck ist auf dem Sprung in die industrielle Serienfertigung.

Mehr über BigRep finden Sie auf www.bigrep.com mit faszinierenden Anwenderberichten und News rund um den 3D-Druck.