Online-Werbung

Kein Steuereinbehalt bei Zahlungen an Internetdienstleister

Nicole Roos Nicole Roos

Für Vergütungen, die an ausländische Plattformbetreiber und Internetdienstleister für die Platzierung oder Vermittlung von elektronischer Werbung auf Internetseiten gezahlt werden, ist keine Einkommensteuer durch den Auftraggeber einzuhalten. Dies hat das Bundesministerium der Finanzen (BMF) Anfang April 2019 nach Abstimmung mit den zuständigen Vertretern für die Einkommensteuer der obersten Finanzbehörden der Länder mitgeteilt.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist für Zahlungen an ausländische Vertragspartner Einkommensteuer durch den Auftraggeber einzubehalten (Quellensteuer nach § 50a Einkommensteuergesetz (EStG)).

Dies soll nach Ansicht des BMF nicht für Entgelte für Werbung bei Anfragen in Online-Suchmaschinen, über Vermittlungsplattformen, für Social-Media-Werbung, Bannerwerbung und vergleichbare sonstige Onlinewerbung gelten. Dies ist unabhängig davon, unter welchen Voraussetzungen die Vergütung aufgrund des konkreten Vertragsverhältnisses anfällt.

Diese Vergütungen unterliegen nicht dem Tatbestand des § 50a Absatz 1 Nummer 3 EStG, da weder eine zeitlich begrenzte Rechteüberlassung erfolgt noch eine Nutzung von gewerblichen, technischen, wissenschaftlichen oder ähnlichen Erfahrungen, Kenntnissen oder Fertigkeiten nach § 49 EStG.

Folglich besteht keine Abzugsverpflichtung für die Schuldner einer entsprechenden Vergütung.


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