Working Capital Management

Jetzt Liquiditätspotenziale nutzen

Der Beitrag wurde verfasst von Sven Kirse, Assistant Manager bei Warth & Klein Grant Thornton im Bereich Corporate Finance & Advisory Services.

Der Maschinen- und Anlagenbau ist als eine der wichtigsten Branchen Deutschlands vergleichsweise lange von einer Konjunkturdelle verschont geblieben. Während sich das Wachstum der Gesamtwirtschaft in Deutschland schon in den letzten Jahren deutlich verlangsamt hat, war die Auftragslage für Maschinen- und Anlagenbauer bisher noch recht zufriedenstellend. Gepaart mit einem anhaltend niedrigen Zinsumfeld hatten Unternehmen in der Branche über einen langen Zeitraum hinweg somit keine Probleme, den traditionell hohen Finanzierungsbedarf über externe Kapitalgeber zu decken.

Dies führte jedoch ebenso dazu, dass insbesondere mittelständische Unternehmen ein konsequentes Working Capital Management und somit die Freisetzung von liquiden Mitteln aus der Innenfinanzierung stark vernachlässigt haben. Der erkennbar gestiegene Cash Conversion Cycle verdeutlicht diese Entwicklung.

Jüngste Entwicklungen deuten allerdings daraufhin, dass auch in der Branche des Maschinen- und Anlagenbaus vermehrt Unsicherheiten zunehmen, die insbesondere durch die andauernden Handelskonflikte zwischen den wichtigen Märkten China und USA befeuert werden und sich auch in sinkenden Auftragseingängen bemerkbar machen. Dies wird nicht nur Auswirkungen auf die Profitabilität vieler Unternehmen haben, sondern es wird auch zunehmend schwieriger, den operativen Kapitalbedarf im Tagesgeschäft extern günstig zu finanzieren und wichtige Investitionen in die technologische Entwicklung zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit umzusetzen.

Freisetzung von Liquiditätspotenzialen gewinnt zunehmend an Bedeutung

Gerade aus diesem Grund rückt ein konsequentes Working Capital Management wieder in den Mittelpunkt des Interesses vieler Geschäftsführer und Eigentümer, da für viele Unternehmen die Freisetzung von unnötig gebundener Liquidität in Verbindung mit Programmen zur Effizienzsteigerung überlebenswichtig werden kann. Vereinzelt lassen sich bereits Anzeichen erkennen, dass Unternehmen vermehrt gezielte Maßnahmen ergreifen, beispielweise die Implementierung eines effizienteren Mahnwesens, ein verbessertes Lieferantenportfoliomanagement, die Straffung des Produktportfolios oder die Optimierung von Lagerhaltungs- und Bestellprozessen.

Gegenläufig lässt sich jedoch ebenso feststellen, dass in zahlreichen Unternehmen unausgeschöpfte Potenziale schlummern, welche es nun zu verwerten gilt. Denn insbesondere mittelständische Unternehmen laufen derzeit Gefahr, in gefährliche Liquiditätsengpässe zu geraten bzw. aufgrund des Aufschiebens von Investitionen – beispielweise in die Digitalisierung der Produktion – den Anschluss an den Wettbewerb zu verlieren und in eine Krisensituation zu geraten.

Unser Operational Deal Services Team verfügt über ein breit gefächertes operatives und strategisches Know-how sowie über Projekterfahrung über die verschiedensten Unternehmensgrößen und Industrien hinweg. In Kombination mit unserem bewährten Projektansatz, der die Analyse der Gesamtheit eines Unternehmens über alle Geschäftsbereiche einschließt, ermöglichen wir somit eine zügige Identifikation und Quantifizierung von Working Capital-Potenzialen. In vielen Fällen hat Warth & Klein Grant Thornton AG Liquiditätspotenziale durch die Freisetzung von Working Capital identifiziert und nachhaltig gehoben, die bei ca. 10% - 20% des gesamten Working Capital bzw. ca. 5% des jährlichen Umsatzes lagen. Dabei spielten die Bereiche Vertrieb, Einkauf, Produktion und Logistik eine gleichermaßen wichtige Rolle.

Im Bereich Business Consulting werden unsere langjährigen Erfahrungen in der Unternehmensberatung sowie in der operativen Begleitung von Unternehmenstransaktionen gebündelt. Unsere Services umfassen neben Operational Deal Services auch insbesondere auch Finance Consulting, Operations Management und Technology. Durch die reibungslose Zusammenarbeit und das Ineinandergreifen der verschiedenen Services kann Warth & Klein Grant Thornton AG daher einen externen und unabhängigen Einblick gewährleisten, wie Best-Practice-Lösungen in den verschiedensten Unternehmen aussehen können.