Je internationaler ein Unternehmen agiert, desto komplexer wird auch der steuerliche Kontext.

Ein international aufgestelltes mittelständisches Unternehmen aus dem Bereich der handwerklichen Dienstleistung kämpfte seit geraumer Zeit mit stetig schrumpfenden Margen in seinem angestammten Geschäft. Um die Wende zu schaffen, beschloss das Unternehmen sein Dienstleistungsportfolio erheblich auszuweiten und zu modernisieren. Das in Belgien gegründete Unternehmen ist hauptsächlich in Europa tätig, wobei Deutschland den Schwerpunkt bildet.

Nach einer ersten Bestandsaufnahme mit den Verantwortlichen des Unternehmens wurde deutlich, dass nicht nur das Dienstleistungsportfolio sondern auch die Struktur auf den Prüfstand gehörte. Das Unternehmen unterhielt sieben einzelne Gesellschaften, die teilweise ähnliche Aufgaben erfüllten und vielfach konstant Verluste erwirtschaften.

Ansprechpartnerin Christina Busch

Steuerberatung

Treten Sie mit uns in Kontakt

Aktueller Newsletter
Die Umsetzung des BEPS-Projekts im neuen DBA zwischen Deutschland und Australien
Download als PDF

Wir haben gemeinsam mit dem Mandanten

  • eine genaue Bedarfsanalyse aufgestellt, um die konkreten Ziele zu verstehen. Wir haben gelernt, dass eine möglichst schlanke Struktur mit wenigen Gesellschaften bei größtmöglicher Verlustnutzung und -erhaltung gewünscht ist.
  • eine steuerlich optimale Zielstruktur entworfen und einen steuerneutralen Weg dorthin erarbeitet (Verkauf aus einer Luxemburger Struktur heraus mit anschließenden Verschmelzungen und einer Anwachsung).
  • eine Entscheidung getroffen. Zwei Gesellschaften werden erhalten. Fünf werden mittels Verschmelzung und Anwachsung liquidiert. Die Dienstleistungen werden auf Ebene der verbleibenden Gesellschaften so gebündelt, dass sie in Zukunft Gewinne erwirtschaften können und so die Verluste genutzt werden.
  • eine zeitliche Abfolge der Restrukturierungsschritte festgelegt, die die Mitarbeiter, die Systeme und das Unternehmen nicht überfordert.

Nach Abschluss der Planungen haben wir die gemeinsamen Entscheidungen umgesetzt. Wir haben gemeinsam mit unserer Anwaltsgesellschaft die gesamten benötigten Vertragsunterlagen (etwa Kaufvertrag; Verschmelzungsvertrag), Gesellschafterbeschlüsse und notarielle Urkunden vorbereitet. Auch die arbeitsrechtlichen Aspekte, die bei Gesellschaftsliquidationen regelmäßig eine Rolle spielen konnten wir durch unsere spezialisierten Anwälte abdecken. Selbstverständlich haben unsere Steuerberater und Wirtschaftsprüfer die steuerneutrale Abwicklung sichergestellt. Wir verfügen über hervorragende Kontakte zur Finanzverwaltung und konnten dadurch die zeitnahe Erteilung von verbindlichen Auskünften erreichen.

Aufgrund der zunehmenden Verzahnung von Rechtsnormen auch im internationalen Kontext und der Tatsache, dass Umstrukturierungen auf Ebene von übergeordneten Einheiten oft steuerliche Folgen bei Tochter-, Enkel- oder Urenkelgesellschaften auslösen können, war es wichtig, nicht nur Deutschland im Blick zu haben. Wir haben unser schlagkräftiges Grant Thornton-Netzwerk genutzt und die Rechtsfolgen der deutschen Restrukturierung in allen möglicherweise betroffenen Staaten geprüft. Dies erfolgte schnell und für den Mandanten zu attraktiven Konditionen.

Während des gesamten Projekts stand dem Mandant ein Ansprechpartner für alle Fragen zur Verfügung, der die Antworten aus den Mitgliedsfirmen gebündelt und in der Sprache des Mandanten kommuniziert hat.

Das Projekt konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Dennoch denken wir bei Warth & Klein Grant Thornton auch weiterhin über steuerliche Optimierungsmöglichkeiten nach. So könnte die Nutzung des Markennamens weitere positive Steuereffekte generieren.