Cyber-Crime

IHK warnt vor neuer Masche beim „Geschäftsführertrick“

Christian Knake Christian Knake

Kürzlich wurde eine neue Masche beim so genannten „Geschäftsführertrick“ publik. Per Mail meldete sich bei einem Unternehmen der vermeintliche US-amerikanische Geschäftspartner, der eine Maschine aus China kaufen wollte. Da zurzeit eine direkte Lieferung aus China in die USA zolltechnisch schwierig und teuer sei, solle die Lieferung über Deutschland erfolgen. Es wurde die Bitte vorgetragen, der deutsche Geschäftspartner möge in Vorleistung gehen, die Maschine an sich liefern lassen und die Lieferung dann in die USA weiterleiten. Den Aufwand werde man selbstverständlich vergüten.

Der deutsche Geschäftspartner kam der ungewöhnlichen Bitte nach, ging in Vorleistung und tätigte die Überweisung. Hellhörig wurde man, als wenige Tage später erneut eine E-Mail vom amerikanischen Geschäftspartner mit der Bitte eintraf, zusätzliche Teile für die Maschine auf dem gleichen Weg zu beschaffen und einen weiteren Betrag zu überweisen. Erst jetzt nahm das deutsche Unternehmen telefonisch Kontakt zu seinem amerikanischen Partner auf und stellte fest, dass die authentisch wirkenden E-Mails gefälscht waren.

Die IHK warnt vor dieser neuen Variante des „Geschäftsführertricks“ und geht davon aus, dass es nicht bei einem Einzelfall bleiben wird. Bei allen Vorgängen, die von der üblichen Vorgehensweise abweichen, sollten Ihre Alarmglocken läuten – insbesondere dann, wenn Überweisungen ins Ausland eine Rolle spielen. Im Zweifelsfall kann eine kurze telefonische und/oder persönliche Rücksprache den Sachverhalt aufklären.

Praxishinweis

Unsere Kollegen aus dem Bereich Governance, Risk & Compliance stehen Ihnen gerne zur Verfügung, wenn Sie sich umfassend und systematisch gegen solche Risiken wappnen möchten.