Automatisierung

Roboter: Revolution im Maschinen- und Anlagenbau

Rainer Wilts Rainer Wilts

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau hat in der Wirtschaft eine Schlüsselrolle. Das Zukunftsbild Industrie 4.0 in Kombination mit dem aktuellen Fachkräftemangel erfordert ein Umdenken und stellt den mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbau vor besondere Herausforderungen, eröffnet aber gleichzeitig auch große Potenziale.

Um diese Potenziale zu nutzen, bieten sich vor allem intelligente, digital vernetzte Systeme und Prozesse an, mit deren Hilfe eine weitestgehend automatisierte Produktion möglich wird: Menschen, Maschinen, Anlagen und Produkte kommunizieren und kooperieren direkt miteinander. Produktions- und Logistikprozesse zwischen Unternehmen werden intelligent miteinander verzahnt, um die Produktion noch effizienter und flexibler zu gestalten.

Ständige Verfügbarkeit

Neben der Produktion sind jedoch auch viele unterstützende Prozesse wie das Rechnungswesen und Controlling heutzutage immer noch personalintensiv, um die vielen regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Immer noch werden Massenprozesse wie etwa die Buchung und Verrechnung von Zahlungseingängen oder das Matching von Intercompany-Forderungen und -Verbindlichkeiten manuell und damit unter Einsatz umfangreicher und oftmals überqualifizierter Personalressourcen durchgeführt. Dagegen bleiben tatsächlich wertschöpfende Tätigkeiten oft aus Zeitmangel liegen. Für diese automatisierbaren Massenprozesse stehen inzwischen Roboter zur Verfügung oder können mit überschaubarem Aufwand entwickelt werden. Bei dieser Art von Robotern handelt es sich nicht um physische Roboter, sondern um eine Software (Robotic Process Automation Software, kurz RPA-Software), die in den meisten Anwendungsfällen einen hohen Automatisierungsgrad bei einer geringen Fehlerquote und gleichzeitig hoher Arbeitsgeschwindigkeit und Verfügbarkeit (24 Stunden, 365 Tage) ermöglicht.

Die Roboter müssen lernen, welche Tätigkeiten sie übernehmen sollen und welche Werkzeuge für die einzelnen Aufgaben zur Verfügung stehen. Für die Konfiguration eines Roboters müssen neben einem umfassenden Prozessverständnis, Kenntnisse über das eingesetzte ERP-System, den jeweiligen Anwendungsbereich sowie die gesetzlichen Anforderungen (etwa Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung) kombiniert werden. Als Werkzeug kommen unter anderem intelligente Texterkennung, Datenanalysesoftware oder Dash-Boards zur visuellen Darstellung der Ergebnisse in Frage.

Im Gegensatz zum Outsourcing bestimmter Prozesse verbleiben die wesentlichen sicherheitsrelevanten Prozessschritte beim Unternehmen selbst und damit unter der vollständigen Kontrolle der Fachkräfte vor Ort. Dabei wird ein weitreichendes Spektrum an Prozessschritten berücksichtigt, um einen möglichst hohen Automatisierungsgrad bei möglichst geringer Fehlerrate zu erreichen. Selbstverständlich erfolgt zunächst eine Prozessanalyse und –optimierung, um die Ergebnisse der Automatisierung zu maximieren. Die Investition amortisiert sich dabei zumeist bereits im ersten Jahr der Umsetzung.

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