Digitalisierung

Chancen nutzen - Risiken minimieren

Rainer Wilts Rainer Wilts

Die „Digitalisierung“ ist der Megatrend der Zukunft – ob sie als Chance oder als Bedrohung wahrgenommen wird, liegt nur an uns selbst. Der Maschinenbau ist seit jeher dominiert von der Notwendigkeit der Produktinnovation, doch ändert sich mit zunehmender Geschwindigkeit auch die Art der Leistungserbringung und der zugehörigen Supportprozesse: 3D CAD ist längst etabliert, die Vernetzung zwischen technischer Detailinformation und deren kaufmännischer Nutzung schreitet voran und operativ finden wir Systeme für Service Techniker vor Ort mit „high end“ Bildübertragung ins Back Office, aus dem erfahrene Ingenieure mehrere Kollegen vor Ort unterstützen. Betrachtet man die Änderungen der letzten Jahre, sind auf jeden Fall die Anforderungen höher und die Reaktionszeiten (time to market, time to deliver) kürzer geworden.

Die Besonderheiten im Maschinenbau gegenüber anderen herstellenden Unternehmen liegen in der

  • Langfristigkeit der Fertigung – Projektlaufzeiten betragen teilweise mehrere Jahre
  • Komplexität der Projekte – Anzahl der Beteiligten und der Themen ist sehr hoch
  • Individualität der Anforderungen – jedes Projekt hat seine Besonderheiten
  • Internationalisierung des Geschäfts – regulatorische Anforderungen sind höchst unterschiedlich
  • Dezentralisierung – Projekte finden (zeitgleich) an unterschiedlichsten Orten statt

Nicht nur die Kerngeschäftstätigkeit als solche durchlebt einen immer rasanteren Wandel, auch die Unterstützungsprozesse müssen sich in diesem Tempo mitentwickeln. 

Wenn wir die Besonderheiten im Maschinenbau am Lebenszyklus einer Information von ihrer Entstehung und Erfassung über die Verarbeitung bis zur Verdichtung und Interpretation analysieren, wird schnell deutlich, dass in allen Phasen eine leistungsfähige IT gepaart mit effizienten Prozessen notwendig ist. Nur so lassen sich die notwendige Flexibilität und Aktualität des Berichtwesens realisieren.

Die Erfassung von Informationen muss die Anforderungen der Mobilität berücksichtigen und damit dezentrale Erfassungsmöglichkeiten vorsehen. Mehr und mehr etablieren sich Modelle am Markt, bei denen Reisende ihre Belege mit einem SmartPhone dezentral und zu beliebigen Zeiten erfassen und die Interpretation durch intelligente OCR Lösungen zumindest unterstützt, wenn nicht sogar automatisiert wird. Dies geht bis hin zum Einsatz von Robotern für die Prüfung der Reisekosten anhand der Reisekostenrichtlinie.

Am anderen Ende des Information Life Cycles steht die Interpretation. Gerade bei parallelen und komplexen Projekten ist ein etabliertes und konsistentes Set von Steuerungsgrößen unabdingbar, jedoch ergibt sich auch hier häufig Anpassungsbedarf: Projektbedingt müssen ggf. auch individuelle Kenngrößen erhoben und überwacht werden können. In diesem Umfeld kann es einen Wettbewerbsvorteil darstellen, wenn eigenständig schnell und kosteneffizient Dash Boards oder ähnliche Reportinginstrumente erstellt werden können, um Verantwortlichen plattformunabhängig (PC, Smartphone, Tablett) entscheidungsrelevante Inhalte optisch ansprechend und leicht interpretierbar präsentieren zu können.

Praxishinweis

Gerne unterstützen wir Sie bei der Ausarbeitung Ihrer Strategie und Umsetzung der Maßnahmen. Wir verfügen über spezialisierte Ressourcen, etwa im Projektmanagement, bei technischen Themen oder beim Prozessdesign, aus denen wir unternehmensindividuell ein Team zusammenstellen können, das Sie bei der Umsetzung der Digitalisierung in Ihrem Unternehmen unterstützt.